Noch 24 Bier bis Weihnachten
Geposted von Markus | Gezapftes | Geposted am November 23rd, 2010
Nicht mehr lange dann ist wieder Weihnachten. Die Wartezeit bis dahin verkürzt man sich normalerweise mit einem sogenannten Adventskalender, nach dem ja auch die Vorweihnachtszeit benannt wurde. Ein Adventskalender hat 24 Türchen. Eine Kiste 0,33er hat 24 Flaschen. Das kann kein Zufall sein, dachten sich die Macher von Beerstickr. Sie bieten auf ihrer Webseite eigentlich die individuelle Gestaltung von Bieretiketten, Kronkorken und weiteren bieraffinen Produkten an. So kurz vor Weihnachten gibt es nun auch den bierigen Adventskalender. Das Ganze funktioniert so: Man kreiert auf der Webseite einfach sein eigenes Etikettendesign. Das wird auf selbstklebende Etiketten gedruckt und die werden dann mit der Post verschickt. Zusätzlich bekommt man noch 24 durchnummerierte Capsticker, die man auf die Kronkorken kleben kann. Fertig ist der Adventskalender für den Bierfreund, den man dann ganz individuell mit unterschiedlichen 0,33er Flaschen bestücken kann.
Wer Weihnachtskalender doof findet, kann natürlich auch einfach so seine eigenen Bieretiketten entwerfen. Für Partyveranstalter und Menschen die gern was Praktisches schenken, scheint mir das eine gute Idee. Und ganz Faule können gleich noch das Bier mitbestellen und erhalten dann ein Sixpack (oder auch mehrere) im eigenen Design.
Beck’s Music Experience
Geposted von Markus | Gezapftes | Geposted am November 18th, 2010
Um den Bierabsatz zu erhöhen lassen sich die Marketingabteilungen der Brauereien immer wieder neue Ideen einfallen. Aufwendige Werbespots, klassische Plakatwerbung und das Sponsoring von Großveranstaltungen reicht schon lange nicht mehr aus. Während die einen nun versuchen dem Biertrinken einen gesundheitlichen oder moralischen Zusatznutzen einzupflanzen (siehe Quartiermeister) setzen die anderen auf spezielles Zielgruppenmarketing. Bier für Fußballfans, Bier für Senioren, Bier für Frauen etc.
Beck´s ist ja schon seit Jahren das Club- und Konzert und Festivalbier in Deutschland. Egal wo man hingeht um sich zu amüsieren, Beck´s gibt es fast überall. Da Konkurrenz aber nicht schläft, muss auch die Übermarke am Image feilen. Am 6. November fand in Berlin die Abschlussveranstaltung der diesjährigen Beck´s Music Experience statt. Die Music Experience ist ein Newcomer-Wettbewerb der sich über ein ganzes Jahr und verschiedene Stationen erstreckt. Bei Abschlussveranstaltung darf dann der Sieger des Wettbewerbs mit schon bekannten Künstlern auf großer Bühne performen und dahinter sicher viel Beck´s umsonst trinken. In diesem Jahr hieß der Gewinner My Tiger My Timing, ein sehr nette Popband aus London. Sie eröffneten den Abend der dann mit den großartigen Phoenix endete. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung. Und natürlich perfektes Marketing.
Endlich. Biertrinken für den guten Zweck.
Geposted von Markus | Gezapftes | Geposted am September 3rd, 2010
Ein Bier bitte! Mit dieser Bestellung kommt man heutzutage nicht mehr weit. Nicht weil Bier inzwischen zur Mangelware geworden wäre, sondern weil ein Überfluss herrscht, der manchmal schon überfordert. Welches Bier soll man bestellen und warum? Die Auswahl ist riesig. Allein in Deutschland existieren ca. 1500 Brauereien, die weit über 7000 verschiedene Biere brauen. Hält man sich als Konsument streng an die Vorschriften des Reinheitsgebotes bleiben immer noch mehr 1000 Biere übrig. Dazu kommen Importbiere aus aller Herren Länder. Wer behält da den Überblick?
Ein Trend den man derzeit in Berlin beobachten kann, könnte den Biertrinkern in Zukunft bei der Auswahl helfen. In den letzten Monaten konnte man in den kleinen Szenekneipen in Neukölln und Kreuzberg beobachten, wie immer neue Biersorten die Kühlschränke füllten. Abseits von Kindl, Schultheiss und Berliner entwickelt sich hier allmählich eine neue regionale Bierkultur, die sich vor allem durch kleine Produktionsmengen, Nachhaltigkeit bei der Herstellung und ein cleveres Marketing, dass sich deutlich vom Wir-sind-alle-gut-drauf-wenn-wir-nur-unser-Bier-haben- Image unterscheidet. Nach Aussagen der Betreiber der Kiezkneipe Freies Neukölln, kommt fast jede Woche jemand mit einer neuen Kreation, die unbedingt in ihrer Kneipe verkauft werden sollte. Die Marken heißen “Profan“ oder einfach nur “Bier“ und zielen auf die hippe Berliner Szene. Weiter lesen
Es rollt …
Geposted von Markus | Gezapftes | Geposted am Juli 14th, 2010
Berliner Kindl dürfte so ziemlich jeder deutsche Biertrinker schon mal probiert haben. Nichts, was Begeisterungsstürme auslösen würde. Dabei hat die Kindl-Brauerei im Berliner Stadtteil Neukölln durchaus eine bemerkenswerte Historie und vor allem eine sensationelle Architektur. All das ist aber spätestens seit der Schließung der Brauerei Ende des letzten Jahrtausend nicht mehr relevant. Inzwischen wird das Kindl, genau wie alle Berliner Massenproduktionsbiere (z.Bsp. Schultheiss, Berliner Pilsner), von Dr. Oetker in Weißensee gebraut. Das so etwas dem Geschmack nicht gut tut dürfte klar sein.
Und was ist aus dem großartigen Brauereigelände geworden? Überirdisch kann man wochenends Krempel auf einem Flohmarkt erwerben oder Paintball spielen. Im Winter gibt es in einer der alten Hallen Beachvolleyball. Die imposanten Keller wurden nur einmal im Jahr, am Tag des offenen Denkmals geöffnet.
Seit letztem Jahr ist aber Leben ins Sudhaus eingezogen. Wilko Bereit, ein junger und engagierter Braumeister, hat dort eine kleine Brauerei errichtet und knüpft damit an die lange Tradion des Ortes an. Im Video erklärt er selbst wie´s dazu kam.
Inzwischen braut Wilko Bereit 3 Biersorten (Rollberg Rot, Hell und Weizen), die schon in zahlreichen Berliner Kneipen und freitags und samstags auch direkt in der Brauerei ausgeschenkt werden. Nach einem Geschmackstest in der Schilling-Bar in Kreuzkölln kann ich nur sagen: Lecker!
Das stärkste Bier der Welt
Geposted von Markus | Gezapftes | Geposted am Juni 22nd, 2010
Anfang des Jahres geisterte eine Schreckensmeldung durch die Medien des Landes: Deutschland hat den Bierrekord verloren! Es geht um das stärkste Bier der Welt, also das mit dem größten Alkoholgehalt.
Eigentlich ist es ganz einfach. Beim Bierbrauen entsteht Alkohol. Wie viele “Prozente“ ein Bier entwickelt, hängt ganz entscheidend von der Stammwürze ab. Der Stammwürzegehalt gibt an, wie viel vergärbarer Extrakt in dem Sud aus Wasser, Gerstenmalz und Hopfen enthalten ist, aus dem das Bier gebraut wird. Dieser Wert wird in Gewicht oder Gewichtsprozent angegeben. Das heißt, dass ein Bier mit 12 Prozent Stammwürze 120 Gramm Extrakt in 1000 Gramm Flüssigkeit enthält. Dann werden Hefekulturen zugesetzt, die die Gärung in Gang setzen. Da der Extrakt bei der Gärung etwa in gleichen Teilen zu unvergärbaren Stoffen, Kohlendioxid und Alkohol abgebaut wird, liegt der Alkoholgehalt des Biers am Ende des Gärprozesses also ungefähr bei einem Drittel des Stammwürzegehaltes.
Weiterhin muss man noch wissen, dass die Bierhefekulturen bei 12%-Alkoholgehalt absterben. Das heißt, dass bei Erreichen von 12% mit herkömmlichen Braumethoden Schluss mit Lustig ist. Nun gibt es ein paar Tricks und Kniffe mit denen man noch ein wenig nachhelfen kann: die nachträgliche Zugabe frischer Hefe, das Entfernen abgestorbener Hefekulturen und einiges mehr. Das Problem dabei ist das deutsche Reinheitsgebot. Will man damit nicht in Konflikt kommen, sind die Mittel begrenzt. An dieser Stelle beginnt der Wettkampf um das stärkste Bier der Welt.
Über Jahre hatten unterschiedliche deutsche Brauereien bei diesem Wettstreit die Nase vorn. In den letzten Jahren war es dann Schorschbräu aus Oberasbach im fränkischen Seenland, wo mit Sportsgeist und traditioneller Braukunst untraditionell hochprozentiges Bier gebraut wurde. Im Dezember 2009 vermeldeten die wilden Braumeister einen neuen Meilenstein. Sie hatten mit List und Tücke und natürlich Braukunst ein Bier mit über 40% Alkoholgehalt gebraut. Damit schien Ihnen etwas Einzigartiges gelungen zu sein.
Dann aber der Schock im Februar 2010. Eine schottische Brauerei hatte vermeldete, ein Bier mit 41 Volumenprozenten gebraut zu haben. Unter dem wunderschönen Kampfnamen “Sink the Bismarck“ wurde das Gebräu vermarktet. Die Brauer von Schorschbräu waren nun herausgefordert. Zwar vermuteten sie eine kleine Schummelei der Schotten (Das Bier könnte in Whiskyfässern gelagert worden sein und dadurch zusätzlich Whisky-Alkohol aufgenommen haben.), dennoch nahmen sie die Herausforderung an. Sie verfeinerten das sogenannte Eisbockverfahren, bei dem das Bier gefriert und die Eiskristalle abtrennt werden soweit, dass in der übriggebliebenen Flüssigkeit die Alkohol- und Zuckerkonzentration enorm anstiegen.
Im Mai dieses Jahres war es dann soweit. Der Rekord war wieder zurück in Franken. Auf der homepage von Schorschbräu konnte man folgenden Eintrag lesen:
Das Fränkische Imperium schlägt zurück!
In unserer Milde und Gnade hatten Wir beschlossen, dass die Anderen eine Zeit lang Freude daran haben dürfen, den Titel zu führen. Jetzt ist aber gut – ab sofort wohnt das Stärkste Bier der Welt wieder da, wo es hin gehört: in Franken!
Schorschbock 43% Vol., weil Fränkische Männer Hosen tragen und nicht wie Mädels rumrennen.
Bis jetzt ist den Schotten noch keine Antwort eingefallen.
Holsten macht das Pint voll
Geposted von Markus | Gezapftes | Geposted am Juni 15th, 2010
In England schon lange in Mode, und jetzt zur WM auch in Deutschland zu haben: Holsten pustet die Dose auf. Die schmale Dose, die auch für Frauen- und Minderjährigenhände geeignet scheint, leuchtet mit rotem 13,5%-Gratiskopf im Bierregal. Das macht 0,568 Liter Holsten pro Dose. Der Preis bleibt stabil. Das ist durchaus ein attraktives Angebot. Die alte Fußballfan-Formel pro Halbzeit ein Bier scheiterte ja in der Praxis immer an der Viertelstunde zwischen den beiden Halbzeiten. So lange braucht doch kein Mensch, um auf´s Klo zu gehen. Also machte man schon mal das zweite Bier auf. Eine Viertelstunde vor Schluss musste man sich dann entscheiden, ob man das Spiel jetzt ohne Bier zu Ende sehen oder nach Abpfiff noch mit einem gerade erst geöffneten Pils Waldemar Hartmann ertragen wollte. Dieses Problem könnte tatsächlich mit den zwei Schluck mehr ja Dose gelöst sein. Allerdings bleibt in der Holsten-Dose auch Holsten-Bier. Das macht den ganzen Vorteil natürlich wieder zunichte. Und überhaupt, wer will schon Bier aus der Dose?
Neuer Heineken Spot
Geposted von Markus | Gezapftes | Geposted am Juni 3rd, 2010
Heineken hat schon immer ein Händchen für gute TV-Werbung gehabt. Die hier hab ich im deutschen Fernsehen noch nicht gesehen. Macht aber nichts, denn lustig ist sie trotzdem. Endlich mal echte Talente!
Ein Higlight ist auch Heineckens die Viral-Kampagne zum Champions League-Spiel zwischen Real Madrid und AC Mailand im Jahr 2009. Lehrer und Professoren überzeugten ihre Stdenten am Abend in ein klassisches Konzert zu gehen, statt sich das Spiel anzuschauen: Den Rest seht Ihr im Heinecken Spot zum Champions League-Spiel. Prädikat: Sehr gut.