Ostseewasser macht den Unterschied – Die Top Ten Bierstories 2011 – Part V
Geposted von Tobias | Gezapftes | Geposted am September 30th, 2011
Wie die Bierliebhaber unter uns sicher wissen, darf ein Bier – laut Reinheitsgebot – nur Wasser, Hopfen, Malz und Hefe enthalten, sonst wäre es kein Bier.
Aber Ostseewasser ist natürlich auch Wasser. Also ging beim “2. International Brewing Contest” alles mit rechten Dingen zu und den Studenten der Flensburger Fachhochschule war und ist mit ihrem Gebräu, der Sieg bei diesem Brauwettbewerb nicht zu nehmen.
Die “Zickfelder Meeresbrise”, die die Flensburger mit einer eigens dafür gebauten Filteranlage brauten, überzeugte die Punktrichter offensichtlich am meisten. Hierbei waren Geschmack des Bieres und die Präsentation der Teams ausschlaggebend für den Titel.
Dabei setzten sich die Flensburger bei diesem Brauwettbewerb gegen eine internationale Konkurrenz durch. Österreicher, Polen, und nicht einmal die Studenten der Universität Nürnberg-Erlangen waren der Übermacht aus dem hohen Norden gewachsen.
Zwölf Filterstufen und die dafür notwendigen chemischen Verfahrenstricks waren offensichtlich ausreichend, um ein wohlschmeckendes Bier zu brauen. Denn genau dieses Urteil erhielt die “Zickfelder Meeresbrise”. Wohlschmeckend und professionell gebraut. Darauf lässt sich aufbauen, denken nicht nur die Organisatoren – die studentische Braugemeinschaft “Campusperle”, seines Zeichens an der TU Hamburg-Harburg ansässig – sondern auch die Hersteller des Bieres.
Diese werden nun versuchen, das Bier auch in größeren Mengen zu produzieren. Die etwa drei Kästen die von den Flensburgern mit nach Berlin zum Wettbewerb gebracht wurden, waren angeblich in Nullkommanichts weggeschlürft.
Fakt ist, dass der Flensburger Hochschulpräsident Herbert Zickfeld den Bierfreunden nun ewig in Erinnerung bleiben wird. Ob diese Einschätzung eher freudig oder doch eher mit einem weinenden Auge ausfallen wird, bleibt zu diesem Zeitpunkt noch ungeklärt…