Selbst das Gesetz ist vor dem Gesetz nicht sicher — Top Ten Bierstories 2011 — Part IX

Geposted von Tobias | Stories | Geposted am November 16th, 2011

quelle: flickr.com von astalena

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So sollte man meinen, wenn man den Fahrkünsten eines Amtsrichters glauben kann. Dieser setzte sich nach dem vierten Bier frisch, fröhlich und frei hinters Steuer. Schon beim Ausparken nimmt er zwei Poller mit und merkt davon rein gar nichts. Auch den Ball, der auf die Straße rollt, sieht der Jurist viel zu spät.

Da es sich zum Glück nur um einen Test handelt, ist nichts passiert. Auch die Poller waren keine Poller, sondern nur Pylonen, die von der DEKRA auf ihrer Teststrecke aufgestellt worden.

Es handelt sich nämlich in diesem Fall nur um eine Fortbildung, an der rund 30 Richter und Anwälte aus Essen teilnahmen. So möchten diese Gesetzeshüter am Selbsttest erfahren, was es heißt, sich betrunken hinters Steuer zu setzen. Wie wirkt sich Alkohol auf das Fahrverhalten aus? Was passiert oder kann passieren, wenn man so unvernünftig ist und sich in diesem Zustand hinters Steuer setzt? Weiter lesen

Zu viel Alkohol

Geposted von Tobias | Gezapftes | Geposted am September 12th, 2011

Nach den ganzen Tipps, die es hier zum Thema Bier schon gab, möchte ich jetzt doch auch einmal eine kleine Warnung vor zu hohem Konsum aussprechen. Denn zu viel Alkohol ist schädlich und kann auch zu einer Sucht führen.

Da der Alkohol einen sehr hohen Stellenwert in unserer Gesellschaft hat, bemerken alkoholkonsumierende Menschen nicht immer gleich, wie viel sie die Wochen über trinken.

Verteilt sich der Konsum auf unterschiedliche Tageszeiten, bemerkt auch das Umfeld den erhöhten Konsum nicht sofort. Kommt jemand nach wie vor seinen gesellschaftlichen Verpflichtungen nach und ist auch sonst nicht auffällig, wird ihn wohl niemand als alkoholkrank bezeichnen. Weiter lesen

Das stärkste Bier der Welt

Geposted von Markus | Gezapftes | Geposted am Juni 22nd, 2010

Anfang des Jahres geisterte eine Schreckensmeldung durch die Medien des Landes: Deutschland hat den Bierrekord verloren! Es geht um das stärkste Bier der Welt, also das mit dem größten Alkoholgehalt.

Eigentlich ist es ganz einfach. Beim Bierbrauen entsteht Alkohol. Wie viele “Prozente“ ein Bier entwickelt, hängt ganz entscheidend von der Stammwürze ab. Der Stammwürzegehalt gibt an, wie viel vergärbarer Extrakt in dem Sud aus Wasser, Gerstenmalz und Hopfen enthalten ist, aus dem das Bier gebraut wird. Dieser Wert wird in Gewicht oder Gewichtsprozent angegeben. Das heißt, dass ein Bier mit 12 Prozent Stammwürze 120 Gramm Extrakt in 1000 Gramm Flüssigkeit enthält. Dann werden Hefekulturen zugesetzt, die die Gärung in Gang setzen. Da der Extrakt bei der Gärung etwa in gleichen Teilen zu unvergärbaren Stoffen, Kohlendioxid und Alkohol abgebaut wird, liegt der Alkoholgehalt des Biers am Ende des Gärprozesses also ungefähr bei einem Drittel des Stammwürzegehaltes.

Weiterhin muss man noch wissen, dass die Bierhefekulturen bei 12%-Alkoholgehalt absterben. Das heißt, dass bei Erreichen von 12% mit herkömmlichen Braumethoden Schluss mit Lustig ist. Nun gibt es ein paar Tricks und Kniffe mit denen man noch ein wenig nachhelfen kann: die nachträgliche Zugabe frischer Hefe, das Entfernen abgestorbener Hefekulturen und einiges mehr. Das Problem dabei ist das deutsche Reinheitsgebot. Will man damit nicht in Konflikt kommen, sind die Mittel begrenzt. An dieser Stelle beginnt der Wettkampf um das stärkste Bier der Welt.

Über Jahre hatten unterschiedliche deutsche Brauereien bei diesem Wettstreit die Nase vorn. In den letzten Jahren war es dann Schorschbräu aus Oberasbach im fränkischen Seenland, wo mit Sportsgeist und traditioneller Braukunst untraditionell hochprozentiges Bier gebraut wurde. Im Dezember 2009 vermeldeten die wilden Braumeister einen neuen Meilenstein. Sie hatten mit List und Tücke und natürlich Braukunst ein Bier mit über 40% Alkoholgehalt gebraut. Damit schien Ihnen etwas Einzigartiges gelungen zu sein.
Dann aber der Schock im Februar 2010. Eine schottische Brauerei hatte vermeldete, ein Bier mit 41 Volumenprozenten gebraut zu haben. Unter dem wunderschönen Kampfnamen “Sink the Bismarck“ wurde das Gebräu vermarktet. Die Brauer von Schorschbräu waren nun herausgefordert. Zwar vermuteten sie eine kleine Schummelei der Schotten (Das Bier könnte in Whiskyfässern gelagert worden sein und dadurch zusätzlich Whisky-Alkohol aufgenommen haben.), dennoch nahmen sie die Herausforderung an. Sie verfeinerten das sogenannte Eisbockverfahren, bei dem das Bier gefriert und die Eiskristalle abtrennt werden soweit, dass in der übriggebliebenen Flüssigkeit die Alkohol- und Zuckerkonzentration enorm anstiegen.

Im Mai dieses Jahres war es dann soweit. Der Rekord war wieder zurück in Franken. Auf der homepage von Schorschbräu konnte man folgenden Eintrag lesen:

 

Das Fränkische Imperium schlägt zurück!

In unserer Milde und Gnade hatten Wir beschlossen, dass die Anderen eine Zeit lang Freude daran haben dürfen, den Titel zu führen. Jetzt ist aber gut – ab sofort wohnt das Stärkste Bier der Welt wieder da, wo es hin gehört: in Franken!

Schorschbock 43% Vol., weil Fränkische Männer Hosen tragen und nicht wie Mädels rumrennen.

Bis jetzt ist den Schotten noch keine Antwort eingefallen.