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	<title>Gezapftes &#187; Marketing</title>
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	<description>Das Wichtigste rund ums Bier</description>
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		<title>Endlich. Biertrinken für den guten Zweck.</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 14:25:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bier]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Bier bitte! Mit dieser Bestellung kommt man heutzutage nicht mehr weit. Nicht weil Bier inzwischen zur Mangelware geworden wäre, sondern weil ein Überfluss herrscht, der manchmal schon überfordert. Welches Bier soll man bestellen und warum? Die Auswahl ist riesig. Allein in Deutschland existieren ca. 1500 Brauereien, die weit über 7000 verschiedene Biere brauen. Hält [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Bier bitte! Mit dieser Bestellung kommt man heutzutage nicht mehr weit. Nicht weil Bier inzwischen zur Mangelware geworden wäre, sondern weil ein Überfluss herrscht, der manchmal schon überfordert. Welches Bier soll man bestellen und warum? Die Auswahl ist riesig. Allein in Deutschland existieren ca. 1500 Brauereien, die weit über 7000 verschiedene Biere brauen. Hält man sich als Konsument streng an die Vorschriften des Reinheitsgebotes bleiben immer noch mehr 1000 Biere übrig. Dazu kommen Importbiere aus aller Herren Länder. Wer behält da den Überblick?<br />
Ein Trend den man derzeit in Berlin beobachten kann, könnte den Biertrinkern in Zukunft bei der Auswahl helfen.  In den letzten Monaten konnte man in den kleinen Szenekneipen in Neukölln und Kreuzberg beobachten, wie immer neue Biersorten die Kühlschränke füllten. Abseits von Kindl, Schultheiss und Berliner entwickelt sich hier allmählich eine neue regionale Bierkultur, die sich vor allem durch kleine Produktionsmengen, Nachhaltigkeit bei der Herstellung und ein cleveres Marketing, dass sich deutlich vom Wir-sind-alle-gut-drauf-wenn-wir-nur-unser-Bier-haben- Image unterscheidet. Nach Aussagen der Betreiber der Kiezkneipe Freies Neukölln, kommt fast jede Woche jemand mit einer neuen Kreation, die unbedingt in ihrer Kneipe verkauft werden sollte. Die Marken heißen “<a href="http://www.profan.berlinfabrik.de/">Profan</a>“ oder einfach nur “<a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/0,1518,687698,00.html">Bier</a>“ und zielen auf die hippe Berliner Szene.<span id="more-219"></span><br />
Eine Marke sticht jedoch auch aus diesen “Independentbieren“ heraus. Quartiermeister heißt das erst seit einigen Tagen erhältliche Pils. Gebraut wird es vor den Toren der Stadt im Norden Sachsen-Anhalts. Alle Zutaten kommen laut Webseite aus der Region, wodurch eine, sagen wir mal strukturschwache, Gegend gefördert wird. Das ist aber nur der Anfang des guten Gewissens, denn die Macher von Quartiermeister verfolgen eine ganz besondere Idee. Das Bier wird zwar zu ortsüblichen Konditionen verkauft, entstehende Gewinne sollen aber nicht privatisiert werden sondern der Gemeinschaft, sprich dem Kiez, zu Gute kommen. Laut <a href="http://quartiermeister.org">Homepage</a> werden alle Überschüsse in soziale Projekte investiert. Jeder der eine Idee hat oder schon gemeinnützig in seinem Kiez arbeitet, kann sich auf der Webseite bewerben. Und auch wer das Geld bekommt, wird per Abstimmung im Internet bestimmt. Für Menschen die auch beim Trinken ihr Gewissen nicht an der Garderobe abgeben ist Quartiermeister auf jeden Fall einen Versuch wert. Leider kann ich zum Geschmack des Biers noch keine umfassende Kritik abgeben, denn es wird bisher nur in kleinen Mengen mit dem Fahrradanhänger an einige Kneipen ausgeliefert und ich kam bisher immer zu spät. Quartiermeister war immer schon aus. Ein Zeichen für Leckerheit oder für Neugier, vielleicht auch für die soziale Ader der Berliner? Findet es selbst heraus. Auf der Quartiermeister-Homepage gibt es demnächst eine <a href="http://www.quartiermeister.org/wo-bekomme-ich-quartiermeister">Übersicht über die Kneipen</a>, die das gutmeinende Gebräu anbieten. Na denn, Prost!</p>
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		<title>Bier als Markt-Reformer</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 10:20:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redakteur</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bier ist ein traditionelles Getränk. Wir trinkes es seit Jahrhunderten. In dieser Zeit hat sich an den Zutaten und in der Herstellungsweise nicht viel geändert. Es ist das Lieblingsgetränk vieler Nationen und augenscheinlich weniger im Diskutiert als Wein. Augenscheinlich. In Wirklichkeit ist Bier stets ein Reformer am Markt gewesen. Wegweisend war im Jahr 1516 die Einführung des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bier ist ein traditionelles Getränk. Wir trinkes es seit Jahrhunderten. In dieser Zeit hat sich an den Zutaten und in der Herstellungsweise nicht viel geändert. Es ist das Lieblingsgetränk vieler Nationen und augenscheinlich weniger im Diskutiert als Wein. Augenscheinlich.</p>
<p>In Wirklichkeit ist Bier stets ein Reformer am Markt gewesen. Wegweisend war im Jahr 1516 die Einführung des<span> </span><a href="http://gezapftes.de/das-reinheitsgebot/">Reinheitsgebotes</a>. Das Reinheitsgebot war das erste Lebensmittelgesetz überhaupt. Hier wurde festgeschrieben, dass nur Gerste, Hopfen und reines Wasser zur Herstellung von Bier verwendet werden dürfen.<span id="more-6"></span></p>
<h3 style="font-size: 1.17em;">Bier und Werbung</h3>
<p>Später hat sich Bier als Marktreformer in der Werbewirtschaft etabliert. Beck&#8217;s Bier war mit der Sail-Away-Kamagne einer der ersten, die Bier nicht nur als Getränk, sondern als Lebensgefühl vermarkteten. Die Hamburger der Astra-Brauerei waren die ersten, die mit ihrer &#8220;Was dagegen&#8221; Kampagne erfolgreich ein Anti-Premium-Marketing etablierten. Mittlerweile werben fast alle Biere mit Natur, Landschaften, Kultur oder Emotionen. Diese Entwicklung trägt nicht zuletzt der gesteigerten gesundheitlichen Aufklärung Rechnung. In Zeiten von Schlankheitswahn,  Generation Jogging, Nordic Walking, Fitnessstudio etc. ist es schwer, ein Produkt zu vermarkten das Nervengift und zu viele Kalorien enthält.</p>
<p>Die Bierhersteller vermarkten statt dessen Produkte, die helfen abzuschalten, deren Inhaltsstoffe Jahrmillionen von der Natur umschmeichelt wurden und die Gruppen zusammen bringen. Bier verkauft sich, als genau das, wonach sich die Menschen sehnen. Ein Pause im rasanten Alltag, ein wenig Gesellschaft in Zeiten in denen jeder für sich allein kämpft.  Unterstützt werden die Image-Kampagnen durch neue Biermischgetränke, die weniger oder gar keinen Alkohol haben, milder sind und moderner gestaltet sind.</p>
<h3 style="font-size: 1.17em;">Phänomen Beck&#8217;s</h3>
<p>Die Bremer Beck&#8217;s Brauerei ist deil der belgischen Interbrew-Gruppe und einer der größten deutschen Bierhersteller. Schon früh orientierte  sich das Marketing am jeweiligen Zeitgeist. Der 1955 veröffentlichte Slogan &#8220;Beck&#8217;s Bier löscht Männerdurst&#8221; wurde im Rahmen der Emanzipation 1975 zu &#8220;Beck&#8217;s löscht Kenner-Durst&#8221; angepasst. Obwohl Beck&#8217;s schon länger  exportierte, fand erst 1990 mit dem Slogan &#8220;Spitzen-Pilsener von Welt“ der Haus-Claim internationale Relevanz, die seit 2001 in &#8220;The Beck’s Experience&#8221; ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. Ein größeres Publikum steuert Beck&#8217;s, wie auch viele andere Brauereien durch die Verbreiterung der Produktpalette an. Zur Zeit hat Beck&#8217;s 8 Sorten auf dem Markt  (Beck’s, Beck’s Gold, Beck’s Alkoholfrei, Beck’s Green Lemon, Beck’s Chilled Orange, Beck’s Green Lemon Alkoholfrei und Beck’s Ice)  für den europäischen Markt plus 5 Marken (Beck’s Premier light, Beck’s Dark, Beck’s Vier, Beck’s Oktoberfest und St. Pauli Girl Bier), die ausschließlich für den Export bestimmt sind. Das Lancieren derart vieler Produkte vergrößert die Präsenz am Markt und spricht eine deutlich breitere Kundschaft an. Die Gefahr ist eine Verwässerung der Marke und der Verlust des Markenimages.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 style="font-size: 1.17em;">Back to the Roots</h3>
<p>Gegen diese Entwicklung stellen sich die Kampagnen von<span> </span><a href="http://gezapftes.de/werbekampagnen/astra-plakate/" target="_blank">Astra</a><span> </span>oder<span> </span><a href="http://gezapftes.de/werbekampagnen/pilsner-urquell-plakate/" target="_blank">Pilsner Urquell</a>. Sie stellen das Bier in den Vordergrund und provozieren durch Anti-Image-Kampagnen oder stellen das Bier selbst wieder in den Vordergrund. Pilsner Urquell konstatiert mit dem Slogan &#8220;Ohne Lime, ohne Cranberry, ohne Bullshit&#8221; die Verbundenheit zum traditionellen Getränk.</p>
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